Für Mutter und Kind

Zahlreiche Wirkstoffe, die bei Erwachsenen gegen Heuschnupfen eingesetzt werden, sind auch für Kinder geeignet.
Für eine Anwendung bei Schwangeren und Stillenden liegen jedoch noch nicht genügend Untersuchungen vor, daher ist ihr Einsatz in dieser Zeit nur sehr eingeschränkt möglich.

Heuschnupfen bei Kindern:

Zahlreiche Wirkstoffe, die bei Erwachsenen gegen Heuschnupfen eingesetzt werden, sind auch für Kinder geeignet. Unterschiede bestehen hinsichtlich des Alters, ab dem die Substanzen zugelassen sind. Für Kinder unter einem Jahr gibt es zurzeit keine zugelassenen Medikamente gegen Heuschnupfen. Eine Allergie in diesem Alter äußert sich jedoch häufig in anderer Form, zum Beispiel als Hautausschlag.

Tabelle: Rezeptfreie Medikamente gegen Heuschnupfen für Kinder



WirkstoffDarreichungsformZugelassen ab Lebensalter
AzelastinNasenspray, Augentropfen, Tablettenab 6 Jahren als Nasenspray und Tabletten, ab 4 Jahren Augentropfen
CetirizinTabletten, Tropfen, Saftab 1 Jahr
CromoglicinsäureNasenspray, Augentropfenab 2 Jahren
LevocabastinAugentropfen Nasensprayab 1 Jahr
LoratadinTabletten, Brausetablettenab 2 Jahren
NedocromilNasenspray, Augentropfenab 6 Jahren als Augentropfen, ab 12 Jahren als Nasenspray


Wirkstoffe, die in flüssiger Form erhältlich sind (z.B. Cetirizin als Tropfen und Saft, Loratadin als Brausetabletten), sind für jüngere Kinder besser geeignet als Tabletten oder Kapseln, denn sie lassen sich leichter verabreichen.

Heuschnupfen in Schwangerschaft und Stillzeit

In den ersten drei Schwangerschaftsmonaten (1. Trimenon) dürfen die unter „Rezeptfreie Medikamente“ genannten Wirkstoffe nicht angewendet werden, da die Gefahr von Missbildungen beim Kind besteht. Schwangere sollten in dieser Zeit bei Symptomen die Allergieauslöser meiden oder Nasenspülungen durchführen (>>>Hausmittel & Selbsthilfe).
In den darauf folgenden Monaten der Schwangerschaft (2. und 3. Trimenon) bestehen gegen den Einsatz von Nasensprays oder Augentropfen mit dem Mastzell-Stabilisator Cromoglicinsäure keine Bedenken. Es empfiehlt sich jedoch, vor der Anwendung Rücksprache mit dem Arzt oder der Hebamme zu halten.
Von den meisten Wirkstoffen gegen Heuschnupfen ist nicht bekannt, ob sie in die Muttermilch übergehen. Daher sollte in der Stillzeit vorsichtshalber darauf verzichtet werden. Lediglich gegen eine Anwendung des Mastzell-Stabilisators Cromoglicinsäure als Nasenspray oder Augentropfen bestehen keine Bedenken. Stillende Mütter mit Heuschnupfen sollte daher die Allergieauslöser so gut wie möglich meiden und Nasenspülungen durchführen (>>>Hausmittel & Selbsthilfe).
Quellen:
*Die Angaben zu Medikamenten stützen sich im wesentlichen auf das Standardwerk:Schaefer/Spielmann/Vetter "Arzneiverordnung in Schwangerschaft und Stillzeit", Elsevier GmbH, Urban & Fischer Verlag, 7. Auflage (2006) und können von den Angaben im Beipackzettel abweichen. Bei Fragen zu Risiken und Nebenwirkungen von Medikamenten in der Schwangerschaft oder Stillzeit konsultieren Sie bitte Ihren behandelnden Arzt.


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